Resilienzkultur zur Krisenbewältigung

Gesellschaftliche Resilienz zur Krisenbewältigung

Grosser Rat, schriftliche Anfrage: Gesellschaftliche Resilienz befähigt Menschen, Krisen nicht nur zu bewältigen, sondern auch daraus zu lernen. Ob Stromausfälle, Überschwemmungen oder Pandemien – die Vielfalt an Krisenszenarien ist gross. Sind wir fit genug?

Wie der Regierungsrat im Zwischenbericht zur Motion Patricia von Falkenstein und Konsorten betreffend Erkenntnisse aus der Corona-Krise und ihrer Bewältigung (20.5175.03) feststellte, muss der Kanton seine Resilienz weiter stärken. Ein zentraler Aspekt dabei ist die gesellschaftliche Resilienz, die sowohl staatliches Handeln als auch das individuelle Verhalten der Bevölkerung umfasst.

Die gesellschaftliche Resilienz ist also ein Schlüssel für ein erfolgreiches Krisenmanagement des Kantons. Doch wie können die Fähigkeiten der Bevölkerung zur gemeinsamen Bewältigung konkret gestärkt werden?

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Risiko-Dialog untersucht das Sicherheitsdepartement der Stadt Zürich, wie gezielte Fördermassnahmen entwickelt werden können. Das Pilotprojekt analysiert den Bedarf und die unterschiedlichen Bedürfnisse der Bevölkerung. In einem weiteren Schritt werden Rahmenbedingungen für Massnahmen geschaffen, die staatliches Handeln mit zivilgesellschaftlichen Initiativen vernetzen und sichtbarer machen. Ziel ist es, eine Resilienzkultur zu etablieren, in der sich Menschen aktiv gegenseitig unterstützen – ein entscheidender Baustein für eine erfolgreiche Krisenbewältigung.

In der Stadt Zürich sollen die Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt in eine Gesamtstrategie für die Stärkung gesellschaftlicher Resilienz überführt werden. Dem Unterzeichnenden erscheint diese Bestrebung als sehr sinnvoll.

Vor diesem Hintergrund bittet der Unterzeichnende den Regierungsrat um die Beantwortung folgender Fragen:

  1. ⁠Inwiefern werden in Basel-Stadt ähnliche Ansätze zur Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz verfolgt oder sind geplant?
  2. Gibt es bestehende oder geplante Initiativen, um die Bevölkerung aktiv in die Stärkung der Resilienz einzubinden?
  3. Welche konkreten Massnahmen werden zur Vernetzung und Unterstützung von Selbsthilfeinitiativen oder Nachbarschaftshilfen zur Krisenbewältigung getroffen?
  4. Gibt es Überlegungen, eine umfassende Strategie für die Stärkung gesellschaftlicher Resilienz zu entwickeln, vergleichbar mit den Bestrebungen in Zürich?

Der Regierungsrat hat drei Monate Zeit, die Fragen zu beantworten.

Online: Grosser Rat, Geschäftsverzeichnis, Nr. 25.5154
Schriftliche Anfrage Johannes Sieber betreffend die Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz zur Krisenbewältigung, das Etablieren einer Resilienzkultur
Grosser Rat, Geschäftsverzeichnis

Foto zur Notiz: Pedro Sanz