GPK-Bericht: zur Sache!

Der Grosse Rat hat heute Morgen mit 89 Ja und einer Enthaltung der dringlichen Traktandierung des GPK Berichts zur Causa Historisches Museum Basel zugestimmt. Das bedeutet, der Bericht kann noch in dieser Sitzung bearbeitet werden. Das ist gut so.

Der GPK Bericht, der die Arbeit des Präsidialdepartements in Bezug auf das Historische Museum und die Entlassung von Direktor Marc Fehlmann untersuchte, enthält schwerwiegende Kritik an die Adresse von Elisabeth Ackermann. Statt sich dieser zu stellen, schläft Ackermann weiterhin ihren gesegneten Schlaf, während Bündnispartner Präsident Pfister (SP) von den aufgezeigten Missständen auf die Personalie Fehlmann abzulenken versucht. Gleichzeitig laufen die Bürgerlichen Sturm gegen den Sitz von Elisabeth Ackermann. Einige fordern eine Parlamentarische Untersuchungskomission, andere nicht weniger als ihren Rücktritt. Die Medien begleiten die Schlammschlacht mit Internas, die ganz offensichtlich das Amtsgeheimnis verletzen. Kurz: Der GPK Bericht wird für den Wahlkampf missbraucht.

Das schadet unserer Kulturpolitik und letztlich der Kultur. Was es jetzt braucht, ist eine sachliche Auseinandersetzung mit der Kritik des GPK Berichts, der doch immerhin mit 11 zu 2 Stimmen seitens GPK verabschiedet wurde. Die Linke ist angehalten, sich den aufgezeigten Problemen zu stellen und nicht weiter davon abzulenken. Das wird womöglich besser gelingen, wenn die Bürgerlichen einen Gang zurück schalten.

Online: Online Reports, 05.09.2020
Ackermann: «Ich habe zum Glück einen gesegneten Schlaf»
Online Reports

Radio: SRF, Regionaljournal Basel Baselland, 21.08.2020
Pfister: «Wir stehen hinter Elisabeth Ackermann»
Schweizer Radio und Fernsehen

Online: Johannes Sieber, 23. August 2020
Notiz: So geht Machtpolitik
www.johannes-sieber.ch/move

Foto zur Notiz: Keystone / Georgios Kefalas