Fuseli, Drama and theatre , Kunstmuseum Basel

Zur Teilhabe an Kultur

Grosser Rat, schriftliche Anfrage: Wer Stipendien, Prämienverbilligungen oder Sozialhilfe bezieht, kann die «Kulturlegi» beantragen. Mit dieser Karte gibt es vergünstigten Eintritt auf kostenpflichtige Kultur-Veranstaltungen.

Nur: die «Kulturlegi» wird in Basel unterdurchschnittlich genutzt. Laut Bajour sind bei uns nur gerade 2’104 Personen mit der «Kulturlegi» unterwegs. Das entspricht 0.43% der Bevölkerung beider Basel. Im Kanton Waadt sind es 60’000 Personen, was 7% der Bevölkerung entspricht.

Obwohl Basel-Stadt in der kulturpolitischen Strategie 2020 bis 2025 auf kulturelle Teilhabe grossen Wert legt, bleibt die Nachfrage nach vergünstigten Eintritte aus. Es stellt sich darum die Frage nach dem Stellenwert der «Kulturlegi» als Massnahme für das Erreichen dieses Ziels der Strategie.

Darum frage ich den Regierungsrat in einer schriftlichen Anfrage unter anderem, wie er die Möglichkeit zur Teilhabe am kulturellen Leben des Kantons für Geringverdienende generell beurteilt. Mit welchen Massnahmen er die Teilhabe am kulturellen Leben spezifisch für Geringverdienende fördert und welchen Stellenwert die «Kulturlegi» in diesem Zusammenhang hat? Inwiefern steht die geringe Nachfrage nach der «Kulturlegi» im Zusammenhang mit dem generell niederschwelligen Zugang zu Kultur- Veranstaltungen in Basel-Stadt? Tragen tiefe Ticketpreise zu dieser Entwicklung bei?

Der Regierungsrat hat drei Monate Zeit, die Fragen zu beantworten.

Online: Grosser Rat Basel-Stadt, Geschäft 22.5508
Schriftliche Anfrage Johannes Sieber betreffend Stellenwert der «Kulturlegi» für Ziele der Kulturstrategie 20/25
Grosser Rat Basel-Stadt, Geschäftsverzeichnis

Online: Bajour, Florian Scheller, 7.11.2022
Caritas: «Basel schliesst Menschen aus dem Kulturleben aus»
Bajour

Website
Kulturlegi Basel-Stadt
Kulturlegi

Foto zur Notiz: Fuseli, «Drama and theatre», Kunstmuseum Basel